Über mich

Aufgewachsen bin ich im Pfälzer Wald. Dort habe ich nach dem Abitur und dem Zivildienst eine Steinmetzlehre gemacht und auch eine Weile in dem Beruf gearbeitet. Nach all der Kopfarbeit in der Schule musste es erst einmal etwas Körperliches sein. 


Als ich mich dann doch entschloss, zu studieren, war ich komplett, im Vorlesungsverzeichnis der Uni Leipzig das Deutsche Literaturinstitut zu entdecken: dort konnte man in einem ganz normalen Studium literarisches Schreiben studieren! Ich bewarb mich, wurde genommen und verbrachte vier umwerfende Jahre an diesem unglaublichen Institut. 


Danach ging ich nach Berlin, wo ich, unterbrochen von Aufenthalten in Rumänien und den USA, die besten 14 Jahre meines Lebens verbrachte. Weil Berlin keine Stadt ist, in der man lebt, sondern mit der man lebt. 

Noch heute erwische ich mich dabei, wie ich in Tagträumen den Kottbusser Damm hinabschlendere, am Landwehrkanal sitze oder mit meinen Freunden im Wedding Bier trinke. Im Norden Berlins befindet sich noch dazu die schönste Gegend Deutschlands, die Uckermark. Ich kann nicht genug davon bekomme, sie zu durchstreifen, am liebsten zu Fuß.


Dann kam meine Tochter zur Welt, und „dawegen“, wie sie bis vor kurzem sagte, zog ich zurück nach Leipzig. Irgendwann geht es zurück nach Berlin …


Während meines Studiums erschien mein erster Roman, Saga. Danach schrieb ich weitere zehn Jahre lang Romane und Erzählungen, bis ich auf den Erfinder und Autor Raymond Kurzweil traf und ein Interview mit ihm führte. Das katapultierte mich völlig unerwartet in eine ganz andere Welt – die Welt der Wissenschaftsvermittlung, in der ich die folgenden zehn Jahre verbrachte.

Und so kommt, dass ich heute beide Welten zuhause bin, der Wissenschafts-vermittlung und der Literatur. Und wo ich kann, versuche ich die Fäden schreibend und moderierend zusammenzuführen. Denn sie gehören zusammen – wie Henry David Thoreau schon wusste: „Die Erde ist lebendige Poesie.“ 

© Foto Scott Slovic

Tobias Hülswitt Biografie